Lisbeth’s erster Wurf war gleich der Härtetest für ihre Mutterqualitäten: sechs kleine Welpen wuselten auf einmal um sie herum, da kostet es schon einige Mühe, den Überblick zu behalten.
Wir waren alle ziemlich überrascht, als Lisbeth am 9. Juli 2004, abends um 23 Uhr urplötzlich die Rute hob und der erste Welpe nass und schwarz im Hundekörbchen landete – wohlgemerkt in Jockel’s Körbchen, so dass sich der alte Herr (mit der Situation leicht überfordert) schleunigst aus der Schusslinie begab.
Da ich mir sehnlichst Hündinnen gewünscht hatte, plumpsten natürlich erst einmal drei Rüden in die Kissen. Den ermutigenden Vorschlag meines Mannes „Kann DAS nicht auch die Nabelschnur sein...?“ musste ich mit Blick auf die zweite „Nabelschnur“ zurückweisen. Als Viertes kam eine kleine Hündin, dann noch ein Rüde und als krönender Abschluss kämpfte sich „Anni“ mit dem Hintern voraus ins Freie.
Morgens um 5 Uhr war der Wurf schließlich komplett: Anton, Apudi, Arthus, Axel, Amsel und Anni von der Krakau lagen in Reih’ und Glied sauber geputzt und trockengeleckt neben ihrer stolzen und sehr müden Dackelmama.
Unsere kleine Dackelbande hat sich prächtig entwickelt, und als Anni als letzter Hund nach 11 Wochen unser Haus verließ, war es doch ziemlich still und leer um uns herum.

